SPD-Jugend bedankt sich

Bei der schles­wig-hol­stei­ni­schen Kom­mu­nal­wahl am 06. Mai 2018 erziel­te der Kreis­vor­sit­zen­de der Jusos Her­zog­tum Lau­en­burg Cal­vin Fromm mit 38,02 Pro­zent in des­sen Schwar­zen­be­ker Stadt­wahl­kreis und mit 32,74 Pro­zent in des­sen Kreis­tags­wahl­kreis das jeweils bes­te SPD-Ergeb­nis. Er zieht direkt gewählt in den Kreis­tag und die Stadt­ver­ord­ne­ten­ver­samm­lung der Stadt Schwar­zen­bek ein.

 

 

Immo Brau­ne konn­te in Lauenburg/Elbe sei­nen Stadt­wahl­kreis gewin­nen und Lucas Sie­mers zieht in Wen­torf bei Ham­burg über die Lis­te in die Gemein­de­ver­tre­tung ein. Eben­so wie Mat­this Hack konn­ten bei­de ihre Kreis­tags­wahl­krei­se nicht gewin­nen.

 

Fromm kom­men­tiert das Ergeb­nis wie folgt: „Wir möch­ten uns herz­lich für das Ver­trau­en aus unse­ren Wahl­krei­sen bedan­ken. Nun gilt es für uns, in den kom­mu­na­len Ver­tre­tun­gen im Sin­ne der Bevöl­ke­rung an die Arbeit zu gehen. Dabei ist es für uns eine Selbst­ver­ständ­lich­keit, wie in den ver­gan­ge­nen Wochen wei­ter­hin mit den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern ansprech­bar und im Dia­log zu blei­ben.“

 

HINWEIS: Wei­te­re Ergeb­nis­se der schles­wig-hol­stei­ni­schen Kom­mu­nal­wahl sind unter http://www.wahl.mobi/app/laender/sh/530.html zu fin­den.

Hüllen fallen lassen

„Par­tei­en und Par­la­men­te wir­ken auf vie­le immer sehr ent­fernt vom All­tag vor Ort. Als jun­ge SPD-Kan­di­da­ten schla­gen Lucas Sie­mers, Immo Brau­ne, Mat­this Hack und mei­ne Wenig­keit einen ande­ren, etwas unge­wöhn­li­chen Weg ein. Wir las­sen im über­tra­ge­nen Sin­ne alle Hül­len fal­len“, kün­digt der Juso-Kreis­vor­sit­zen­de Cal­vin Fromm an und führt aus:

„‚Trans­pa­renz‘ ist das Stich­wort“. Auf unse­rer Web­site unter www.jusos-rz.de haben wir unse­re Kon­takt­da­ten für alle trans­pa­rent ver­öf­fent­licht. Wer uns errei­chen möch­te, kann uns errei­chen. Egal ob tele­fo­nisch, per E-Mail, via Whats­App oder die sozia­len Medi­en: Wir sind und blei­ben ansprech­bar.“

Der SPD-Kreis­tags­kan­di­dat Immo Brau­ne ergänzt: „Wer Poli­tik für alle machen möch­te, muss auch für alle erreich­bar. Der klas­si­sche Info­stand auf dem Wochen­markt kann die­se Funk­ti­on schon lan­ge nicht mehr allei­ne erfül­len.“

 

DIE KANDIDATEN IM EINZELNEN:

 

BUND

„Wir soll­ten gemein­sam dafür sor­gen, den länd­li­chen Raum als Hei­mat zu erhal­ten“, wünscht sich Hans-Hein­rich Sta­mer vom BUND Her­zog­tum Lau­en­burg und gibt damit bereits die Marsch­rich­tung vor: Jede und jeder kön­ne etwas für unse­re Umwelt tun. Im Sin­ne die­ses Leit­bil­des führ­ten die Jusos Her­zog­tum Lau­en­burg am 22. Febru­ar 2018 ihren im Jahr 2017 begon­ne­nen Aus­tausch mit dem BUND Her­zog­tum Lau­en­burg über die Umwelt­po­li­tik im Kreis Her­zog­tum Lau­en­burg fort.

„In mei­nem Wahl­kreis hat der Ver­ein Duven­se­er Moor e.V. bei der Erhal­tung des länd­li­chen Rau­mes als Hei­mat bereits jetzt Vor­bild­cha­rak­ter. Anstel­le staat­li­chen Natur­schut­zes set­zen sich Bür­ge­rin­nen und Bür­ger eigen­stän­dig für die Land­schaft ein. Neben dem Umwelt- und Natur­schutz wird so auch das Leben in den Gemein­den geför­dert“, erklärt der Juso-Kreis­tags­kan­di­dat Mat­this Hack und betont:

„Um genau die­sen ein­ver­nehm­li­chen Ein­satz der Men­schen aus dem länd­li­chen Raum für den länd­li­chen Raum geht es uns. Als Poli­tik des­halb von heu­te auf mor­gen ein­fach den Ver­zicht auf das Auto zulie­be der Umwelt ein­zu­for­dern und nicht die nöti­gen Vor­aus­set­zun­gen zu schaf­fen, ist gera­de im länd­li­chen Raum nicht mög­lich. Des­halb möch­ten wir die Vor­aus­set­zun­gen für neue mög­lichst umwelt­ver­träg­li­che Mobi­li­täts­for­men wie die Ein­bin­dung des Krei­ses in einen (E-)Car-Sharing-Verbund ein­set­zen und for­dern, den Regio­na­len Nah­ver­kehrs­plan des Krei­ses Her­zog­tum Lau­en­burg in einen umfas­sen­den Ver­kehrs­in­fra­struk­tur­plan wei­ter­zu­ent­wi­ckeln.“

Für den Juso-Kreis­tags­kan­di­da­ten Immo Brau­ne wur­de im Gespräch erneut deut­lich, dass der Umwelt- und Natur­schutz in alle Berei­che aus­strahlt: „Der Rad­ver­kehr oder selbst die Bepflan­zung des eige­nen Gar­tens sind nur zwei Bei­spie­le, die noch mehr vor dem Aspekt der öko­lo­gi­schen Nach­hal­tig­keit betrach­tet wer­den kön­nen. Der Wert unse­rer Umwelt muss ins­be­son­de­re vom Kreis aner­kannt und geför­dert wer­den, denn auch der Mensch und nicht nur Tie­re oder Insek­ten pro­fi­tie­ren von einer viel­fäl­ti­gen Natur­land­schaft. Los könn­te es damit gehen, dass der Kreis sich mit den Domä­nen­ver­päch­tern über eine zeit­lich befris­te­te Pacht­re­duk­ti­on im Gegen­zug für eine öko­lo­gi­sche Bewirt­schaf­tung aus­tauscht.“

HAKI e.V.

Blu­ten für die Gleich­stel­lung: Das haben die Juso-Kreis­tags­kan­di­da­ten Cal­vin Fromm, Lucas Sie­mers und Mat­this Hack getan. Da ihr Mit-Kan­di­dat Immo Brau­ne sein Blut auf­grund der Richt­li­ni­en der Bun­des­ärz­te­kam­mer in Bezug auf homo- und bise­xu­el­le Män­ner nicht spen­den durf­te, ergrei­fen die­se jetzt die Initia­ti­ve und spen­den 100 Euro an die HAKI e.V. in Schles­wig-Hol­stein. „Es ist in allen Alters­stu­fen noch viel Auf­klä­rungs­ar­beit zu leis­ten. Es ist nicht nach­voll­zieh­bar, dass Män­ner, die mit Män­nern Sex haben, auf eine Stu­fe mit diver­sen Krank­hei­ten gestellt wer­den. Des­halb spen­den wir das Geld, damit Bil­dungs- und Anti­dis­kri­mi­nie­rungs­ar­beit schon in der Schu­le geleis­tet wer­den kann – und nicht erst durch Aktio­nen wie der unse­ren“, erklärt Immo Brau­ne die Moti­va­ti­on der Spen­de.

Die HAKI e.V. ist ein Raum für les­bi­sche, schwu­le, bi*, trans*, inter* und quee­re Men­schen in Schles­wig-Hol­stein mit Sitz in Kiel. Seit 1974, also über 40 Jah­ren, set­zen sich hier vie­le Men­schen in ihrer Frei­zeit für mehr Viel­falt in der Gesell­schaft und im öffent­li­chen Raum ein. Mit über 20 Arbeits­grup­pen für Jung und Alt in Lübeck, Husum und Kiel ist sie der größ­te LSBTIQ*-Verein im Land. Neben einem weit­rei­chen­den ehren­amt­li­chen Bera­tungs­an­ge­bot bie­tet unter ande­rem das SCHLAU-Team Work­shops zur Auf­klä­rung über geschlecht­li­che und sexu­el­le Viel­falt in Schu­len und Jugend­ein­rich­tun­gen an. Dabei errei­chen sie jähr­lich meh­re­re tau­send Schü­le­rin­nen und Schü­ler im gan­zen Nor­den.

„Beson­ders die Arbeit der HAKI mit Jugend­li­chen fin­den wir klas­se. Jun­ge Men­schen brau­chen Vor­bil­der und die Gewiss­heit, dass sie nicht allei­ne sind und Hil­fe bekom­men. Aber auch die all­ge­mei­ne Auf­klä­rungs­ar­beit ist wich­tig: Die Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter in den Blut­spen­de­diens­ten machen nur ihre Arbeit und sind nicht für die Dis­kri­mi­nie­rung ver­ant­wort­lich. Gesell­schaft­li­che Akteu­re wie die HAKI tre­ten des­halb stell­ver­tre­tend an die Ver­ant­wort­li­chen her­an und wer­ben um den Abbau sol­cher Dis­kri­mi­nie­run­gen“, so Lucas Sie­mers, SPD-Vor­sit­zen­der in Wen­torf.

Ste­fan Hei­de­brecht, Vor­stands­mit­glied der HAKI, erklärt abschlie­ßend: „Wir dan­ken den Lau­en­bur­ger Jusos für ihre Spen­de. Nach der ‚Ehe für Alle‘ ist noch lan­ge nicht Schluss, denn zur gesamt­ge­sell­schaft­li­chen Akzep­tanz von les­bi­schen, schwu­len, bi*, trans*, inter* und quee­ren Men­schen ist es noch ein lan­ger Weg. Das wird in den unter­schied­lichs­ten All­tags­si­tua­tio­nen immer wie­der deut­lich. Gera­de in Zei­ten von Homo­hass durch die AfD und den soge­nann­ten ‚Besorg­ten Eltern‘ gilt es, ein star­kes Zei­chen für Akzep­tanz und Viel­falt zu set­zen!“