Hüllen fallen lassen

„Parteien und Parlamente wirken auf viele immer sehr entfernt vom Alltag vor Ort. Als junge SPD-Kandidaten schlagen Lucas Siemers, Immo Braune, Matthis Hack und meine Wenigkeit einen anderen, etwas ungewöhnlichen Weg ein. Wir lassen im übertragenen Sinne alle Hüllen fallen“, kündigt der Juso-Kreisvorsitzende Calvin Fromm an und führt aus:

„‚Transparenz‘ ist das Stichwort“. Auf unserer Website unter www.jusos-rz.de haben wir unsere Kontaktdaten für alle transparent veröffentlicht. Wer uns erreichen möchte, kann uns erreichen. Egal ob telefonisch, per E-Mail, via WhatsApp oder die sozialen Medien: Wir sind und bleiben ansprechbar.“

Der SPD-Kreistagskandidat Immo Braune ergänzt: „Wer Politik für alle machen möchte, muss auch für alle erreichbar. Der klassische Infostand auf dem Wochenmarkt kann diese Funktion schon lange nicht mehr alleine erfüllen.“

 

DIE KANDIDATEN IM EINZELNEN:

 

Braune

In unserer Serie #FreitagsFragen lassen wir am Freitag jeweils Kreistagskandidaten für die Kommunalwahl am 06. Mai 2018 zu Wort kommen. Dieses Mal ist Immo Braune an der Reihe und für die Jusos Herzogtum Lauenburg stellt Eduard Verkhovskyy die Fragen.

 

VERKHOVSKYY FÜR DIE JUSOS: Du bist Kandidat der SPD für die kommenden Kommunalwahlen am 06. Mai im Wahlkreis Lauenburg, Lütau und Büchen. Stell Dich doch bitte einmal kurz vor.

BRAUNE: Gerne! Ich komme aus der wunderschönen Stadt Lauenburg, dem Südbalkon Schleswig-Holsteins und bin 27 Jahre alt. Beruflich studiere ich die Fächer Englisch und Geschichte auf Gymnasiallehramt. Nebenberuflich arbeite ich für die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Nina Scheer. Meine Freizeit verbringe ich u.a. gerne auf dem Rad, an den Stricknadeln oder auch bei Brett- und Videospielen.

 

UMWELT

Quelle: Pixabay

VERKHOVSKYY FÜR DIE JUSOS: Du trittst mit dem Thema Umwelt an – das erscheint mir auf den ersten Blick etwas ungewöhnlich für einen Sozialdemokraten. Woher kommt das Interesse für dieses eher untypische Politikfeld?

BRAUNE: Das kann ich verstehen, viele denken dabei sofort an Krötenwanderungen und an Menschen, die sich an Bäume ketten. Was mich mit diesem Klischee verbindet, ist, wenn überhaupt, meine Leidenschaft für das Stricken. Aber mal im Ernst: In Zeiten des beschleunigten Klimawandels wird das Thema Umwelt zu einer Frage der Gerechtigkeit, was wiederum ein ur-sozialdemokratisches Thema ist. Millionen Menschen werden vom Klimawandel bedroht, auch in Deutschland. Immer extremere Wetterereignisse fordern auch bei uns immer mehr Opfer. Aber auch der Spaziergang durch den Park ist ein Umweltthema: Naturräume in der Stadt haben einen unglaublich hohen Nutzen für die Menschen, aber auch für die Tier- und Pflanzenwelt, und ich bin überzeugt davon, dass alle etwas dafür tun können, dass wir auch in Zukunft unbeschwert Zeit draußen verbringen können. Um es mit einem Filmzitat zu sagen: „Ich finde, es sind die kleinen Dinge, alltägliche Taten von gewöhnlichen Leuten, die die Dunkelheit auf Abstand halten.“ 

 

VERKHOVSKYY FÜR DIE JUSOS: Das klingt ja ganz nett, aber was würdest Du konkret ändern wollen?

BRAUNE: Ich würde bspw. das Potential für erneuerbare Energien voll ausreizen wollen. Jede Wattstunde, die aus regenerativen statt aus konventionellen Energiequellen gewonnen wird, ist eine gute Wattstunde. Dass dieser Prozess dabei aber im Einklang mit der Bevölkerung geschehen muss, ist für mich selbstverständlich. Ich bin mir sicher, dass alle davon überzeugt werden können. Denn wir dürfen eins nicht vergessen: Wenn wir die Luft anhalten müssen, um zu überleben, kann man keine Landschaft genießen und auch kein Geld zählen. 

Für mich gibt es für die kommunale Ebene im Allgemeinen, also Städte, Gemeinden und auch der Kreis, aber vor allem drei Ansatzpunkte: Mobilität, Städtisches Grün und Energie. Und in jedem dieser Bereiche gibt es kleine und große Maßnahmen, die zum Erfolg führen.

 

VERKHOVSKYY FÜR DIE JUSOS: Stichwort Mobilität: Ein anderes Deiner Kernthemen ist der Verkehr. Die aktuellen Regierungsparteien FDP und CDU haben mit dem Versprechen, Straßen zu sanieren, bei der letzten Wahl viele Wählerstimmen gewonnen. Was sind hier Deine Vorstellungen?

BRAUNE: Ich konzentriere mich auf jeden Fall nicht auf die Straßensanierung oder gar den Straßenneubau, das ist viel zu kurz gedacht und hat etwas Populistisches. Der Verkehr der Zukunft wird nicht mehr individuell gestaltet sein, sondern kollektiv. Das heißt konkret: Das persönliche Auto verliert an Bedeutung, die Nutzung von alternativen Fortbewegungsmöglichkeiten wird zunehmen. Als politisch aktiver Mensch setze ich mich daher dafür ein, dass Fahrradwege ausgebaut werden und mehr Verkehrsraum für das Rad bereitgestellt wird, sowohl wenn es fährt als auch wenn es steht. Dies ist natürlich nur ein Teilaspekt, aber ein sehr beispielhafter: Ein mit dem Auto zurückgelegter Kilometer kostet der Gesellschaft im Schnitt 0,15 € bzw. 0,27 € im Berufsverkehr, ein mit dem Fahrrad zurückgelegter Kilometer hingegen hat einen gesellschaftlichen Wert von 0,16 €. Von den Kosten für den einzelnen ganz zu schweigen! Dieser Umstieg kann aber nicht von oben verordnet werden. Damit ein Umdenken in der Gesellschaft stattfindet, müssen auch schon die Kleinsten lernen, wie man schnell, aber effizient von A nach B kommt. 

 

BILDUNG

Quelle: Pixabay

VERKHOVSKYY FÜR DIE JUSOS: Da kommt der angehende Lehrer durch, aber nicht nur beruflich, sondern auch politisch interessiert dich das Thema Bildung. Auch hier konnte die aktuelle Landesregierung mit dem Umstieg von G8 auf G9 punkten. Wie möchtest Du hier Akzente setzen?

BRAUNE: Ich finde es gut, dass das Abitur generell nach 9 Jahren gemacht werden soll, finde die Diskussion darum aber unsäglich: Auch unter der SPD-geführten Küstenkoalition war es möglich, das Abitur nach 9 Jahren zu machen, aber eben v.a. an Gemeinschaftsschulen. Dass die CDU hier ihre eigene Entscheidung korrigiert, ist lobenswert, sie ist damit aber meines Erachtens nach nicht ehrlich mit umgegangen und hat wieder Ängste geschürt, wo es keinen Grund dafür gab. 

Insgesamt empfinde ich die Bildungsdiskussionen häufig als am Thema vorbeigeführt: Gerne wird Plakatives, wie kleinere Klassengrößen, gefordert, aber selten etwas wirklich Effizientes. Wenn man sich die Studien anschaut, kommt man immer zu einem Schluss: Die Lehrkraft macht den Unterschied zwischen einem guten und einem schlechten Unterricht aus. Meine Forderung ist daher, dass sich mehr um die Ausbildung angehender Lehrerinnen und Lehrer gekümmert wird, um von vornherein gute Lehrkräfte zu bekommen. Wir hier im Kreis und an den Schulstandorten müssen dann dafür sorgen, dass wir die besten Lehrerinnen und Lehrer hierher bekommen, um bestmögliche Bildung zu ermöglichen. Wir müssen deutlich machen, dass das Herzogtum lebens- und liebenswert ist. 

 

VERKHOVSKYY FÜR DIE JUSOS: Zum Abschluss noch eine allgemeinere Frage: Warum sollte man Dich und die SPD am 06. Mai wählen?

BRAUNE: Mit der SPD bekommt man eine Partei, die nah an der Sache dran ist, die tief verwurzelt in der Region ist und daher zuhört, versteht und alles Menschenmögliche tut, das beste für die Menschen hier umzusetzen. Bei uns wird um die besten Lösungen gerungen und diskutiert, zuweilen auch gestritten, aber niemals einfach nur abgenickt. Wir als Partei, aber auch ich als Kandidat, orientieren uns dabei nicht an den Lichtern vorbeifahrender Schiffe, sondern navigieren nach den Sternen. Kurz gesagt: Eine Mischung aus Pragmatismus und Idealismus bringt unseren Kreis voran. Ich weiß, was ich will, und ich weiß, wovon ich mich leiten lasse.

 

HINWEIS: Weitere Informationen zu inhaltlichen Forderungen erhalten Sie hier. Alternativ können Sie sich gerne auch persönlich bei uns melden. Wir freuen uns.

Hack

In unserer Serie #FreitagsFragen lassen wir am Freitag jeweils Kreistagskandidaten für die Kommunalwahl am 06. Mai 2018 zu Wort kommen. Dieses Mal ist Matthis Hack an der Reihe und für die Jusos Herzogtum Lauenburg stellt Lena Kelm die Fragen.

 

KELM FÜR DIE JUSOS: Warum bist du der SPD beigetreten?

HACK: Nach der Schulzeit wurde meine eigene Welt größer. Ich habe mich zuvor schulpolitisch engagiert und mit dem wachsenden Umfeld wuchs auch der Wunsch sich einzubringen. Der einfachste Weg, politisch zu gestalten, ist wohl der in einer Partei. Die Frage welche Partei stellte sich kaum, sie war durch Familie, Freunde und Überzeugung bereits beantwortet, denn ich glaube, dass nur eine faire Gesellschaft eine stabile Gesellschaft ist. 

 

KELM FÜR DIE JUSOS: Du hast dich für ein recht ungewöhnliches Studium entschieden. Italienisch. Warum?

HACK: Ich habe mich zuvor an Elektro- und Informationstechnik versucht, doch mich nicht darin wieder gefunden. Also musste ich mich erneut umschauen. Ich kam über Literatur und den Wunsch viel Umgang mit Menschen zu haben auf Italienisch. Wie man sich vermutlich denken kann, wird auch im Studium einer Sprache viel geschnackt. Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit meiner Entscheidung. 

 

KELM FÜR DIE JUSOS: Was sollte die Kommunalpolitik in unserem Kreis erreichen?

HACK: Mir liegt am Herzen den Kreis mit der Zeit zu bewegen, ohne aber in der Metropole Hamburg einfach unter zu gehen. Es geht mir darum unseren Kreis auch in Zukunft als schöne Heimat zu behalten und zu ermöglichen. Mit meinen Themenschwerpunkten auf Bau und Soziales will ich dieses Ziel zu erreichen. 

 

BEZAHLBARER WOHNRAUM

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KELM FÜR DIE JUSOS: Warum siehst du Handlungsbedarf durch den Kreis was Wohnraum angeht?

HACK: Im Zeitraum zwischen 2009 und 2016 ist die Bevölkerung unseres Kreises um rund 8000 Einwohner gestiegen. Eine nicht unerhebliche Rolle spielt dabei unsere Lage in der Metropolregion Hamburg. Mit der Nachfrage nach Wohnraum ist aber nicht entsprechend das Angebot an vor allem auch bezahlbarem Wohnraum gestiegen. Wir sehen nun den Kreis in der Verantwortung diesem Defizit entgegen zu wirken. 

 

KELM FÜR DIE JUSOS: Wie sollte der Kreis in den Wohnungsmarkt eingreifen?

HACK: Wir wollen Azubi- und Studentenwohnungen auf den Weg bringen. Junge Menschen, die noch nicht fest im Beruf stehen, haben nicht die Möglichkeiten auf dem Wohnungsmarkt zu konkurrieren, aber auch gerade diese Menschen sind wichtig für uns im Kreis. Es sollte uns am Herzen liegen, das Ausbildung nicht zum Wegziehen zwingt, wenn wir Bildung und Qualifikation im Kreis behalten wollen. Sobald die Wohnungen auf den Weg gebracht sind, ist der Bau von Azubi- und Studentenwohnheimen zu prüfen. 

 

KELM FÜR DIE JUSOS: Und wie sieht es mit Wohnungen für nicht Azubis oder Studenten aus?

HACK: Wir wollen bei der Bauplanung ansetzen und fordern eine Quote für bezahlbaren Wohnraum. Wir wollen mindestens 20% ab einer Anzahl von 20 Wohneinheiten. Auf den Dörfern wird man gegebenenfalls Ausnahmen machen müssen. Des Weiteren wollen wir auch in der öffentlichen Hand kommunale Wohnungsbestände. 

 

KELM FÜR DIE JUSOS: Wohnungen im Besitz des Kreises klingen nach einem immensen Kostenfaktor. Wie soll dieser bewältigt werden?

HACK: Durch eine Kooperation mit bestehenden Baugesellschaften. Konkret durch die günstige Abgabe von Bauland und im Gegenzug den Bau von Wohnraum für den Kommunalen Bedarf. In der Zusammenarbeit sehen wir die Möglichkeit dem Defizit Abhilfe zu schaffen. Um auch mit zukünftigen Änderungen umzugehen, wird eine Bedarfsanalyse nötig.

 

HINWEIS: Weitere Informationen zu inhaltlichen Forderungen erhalten Sie hier. Alternativ können Sie sich gerne auch persönlich bei uns melden. Wir freuen uns.

Fromm

In unserer Serie #FreitagsFragen lassen wir am Freitag jeweils Kreistagskandidaten für die Kommunalwahl am 06. Mai 2018 zu Wort kommen. Dieses Mal ist Calvin Fromm an der Reihe und für die Jusos Herzogtum Lauenburg stellt Pascal Hay die Fragen.

 

HAY FÜR DIE JUSOS: Fangen wir mit etwas Grundlegendem an. Was soll Politik denn überhaupt?

FROMM: Politik ist die Gestaltung unseres Gemeinwesens. Sie hat damit von der Kindertagesstätte und der Schule über den Beruf bis in den Ruhestand Auswirkungen auf unser aller Leben. Es geht um die Frage, wie wir als Volk in unserem Staat zusammenleben möchten. 

Im Gegensatz zu Autokratien oder Oligarchien wird diese Frage in einer Demokratie wie der unseren nicht von einer Einzelperson oder einem kleinen Zirkel beantwortet. Vielmehr ist die Willensbildung über Wahlen auf das Volk als eigentlichem Souverän zurückzuführen. Aus diesem Grund ist sowohl einer Kommunalwahl im Kleinen als auch eine „große“ Bundestagswahl eine hohe Bedeutung beizumessen. Die Wahlen bestimmen die Politik der nächsten Jahre. 

Für Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten wie meine Wenigkeit kann eine Demokratie dabei nur eine soziale Demokratie sein. Die Freiheit einzelner und ein soziales Staatswesen sind miteinander in Ausgleich zu bringen. So ist es bereits in unserer Verfassung – dem Grundgesetz – angelegt. 

 

SOZIALE SICHERHEIT

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HAY FÜR DIE JUSOS: Eine Demokratie müsse sozial sein. Provokativ gefragt: Das heißt, dass Du ein Sozialromantiker bist?

FROMM: Manche konservativen Christdemokratinnen und Christdemokraten oder Liberale mögen zwar zum Teil den Eindruck vermitteln, ein soziales Staatswesen sei eher ein nerviger Kostenfaktor. Als stellvertretender Vorsitzender des Sozial- und Kulturausschusses der Stadt Schwarzenbek erinnere ich mich beispielsweise nur zu gut an die unsäglichen Diskussionen insbesondere mit der CDU und der FDP, die bedürftigen Mitbürgerinnen und Mitbürgern ohne hinreichenden Grund finanzielle Mittel für das so genannte „Weihnachtshilfswerk“ kürzen wollten. Ich stehe dieser Art von Politik diametral entgegen und wenn ich deshalb ein Sozialromantiker sein soll, habe ich mit der Bezeichnung kein Problem. 

Mit dem Funktionieren der Sozialpolitik steht und fällt vieles. Eine gelungene Sozialpolitik soll die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben bieten. Dazu gehört für mich auch die Bildungspolitik. Dieser Politikbereich wird wie viele andere auf die Herausforderungen der Digitalisierung reagieren müssen. Als Schulträger sind die Kommunen in der Verantwortung, für die beste Ausstattung in den Schulen zu sorgen. Der Zugang zu modernen Medien in Schulen ist die Voraussetzung dafür, dass der Umgang damit richtig vermittelt werden kann. Als Schwarzenbeker SPD haben wir uns dieses Ziel auf die Fahne geschrieben: beste Bildung für Kinder und Jugendliche.

 

HAY FÜR DIE JUSOS: Was ist beispielsweise eine der Forderungen im Bereich der Sozialpolitik?

FROMM: Jugendlichen möchten wir den Weg auf den Arbeitsmarkt ermöglichen. Wir unterstützen die Bestrebungen zur Einrichtung einer Jugendberufsagentur. Gleichwohl darf es sich nicht um eine „klassische“ Jugendberufsagentur handeln. Speziell im Flächenkreis ist eine aufsuchende Jugendberufsagentur erforderlich. Diese muss an die besonderen Gegebenheiten eines Flächenkreises angepasst werden, indem sowohl im Nord- als auch im Südkreis zentrale Anlaufstellen bestehen und ein mobiles Team im gesamten Kreis abwechselnd ansprechbar ist. Eine Schülerin oder ein Schüler aus Ratzeburg darf nicht den ganzen Weg nach Geesthacht auf sich nehmen müssen oder umgekehrt. Bei dieser speziellen Zielgruppe heißt es, zur Kundschaft zu kommen und nicht die Kundschaft kommen zu lassen.

Ergänzend ist ferner das Angebot eines „Online-Ausbildungsatlas“ seitens der Jugendberufsagentur in Zusammenarbeit mit der WFL zu erarbeiten. Aufgeführt werden sollen Praktika, Ausbildungsplätze und Arbeitsplätze. Das Halten von Fachkräften, der Weg in eine Beschäftigung und die Förderung der Wirtschaft können dadurch unterstützt werden. 

 

WIRTSCHAFTLICHE DYNAMIK

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HAY FÜR DIE JUSOS: Du möchtest den Weg auf den Arbeitsmarkt ebnen, lässt aber von der Wirtschaft die Finger?

FROMM: Das Gegenteil ist der Fall. Mir persönlich ist das Thema „Wirtschaft“ ein großes Anliegen, weil es insbesondere die Jugend betrifft. Sei es die Suche nach einem leistungsgerecht entlohnten Arbeitsplatz, eine nachhaltige Finanzierung der öffentlichen Hand im Sinne der Generationengerechtigkeit oder Investitionen in die Zukunft unseres Land: in allen Fällen merkt die Jugend als erstes die Auswirkungen. Gerade in den letzten Jahren der Konsolidierung wurde auf diesem Themengebiet deutlich, dass es den anderen Parteien deutlich an Wirtschaftskompetenz mangelt. Die einzige Antwort, die sie gaben, waren Kürzungen aller Art. Wir meinen hingegen, dass eine starke Wirtschaft sowohl den Unternehmerinnen und Unternehmern als auch der Öffentlichkeit nützt.

Für die Sozialdemokratie muss unsere Marktwirtschaft dabei eine soziale Marktwirtschaft bleiben. Daher gilt es, wirtschaftliche Dynamik und soziale Sicherheit miteinander zu vereinbaren. Angesichts der immensen Herausforderungen der Globalisierung, des demografischen Wandels und der Digitalisierung für unsere Wirtschaft ist dieses Leitbild wichtiger denn je. 

 

HAY FÜR DIE JUSOS: Nun werde endlich konkret. Was hast Du im Bereich der Wirtschaft vor?

FROMM: Neben der Ansiedelung und dem Erhalt bestehender Unternehmen muss die Grundlage für eine Gründerkultur im Kreis gelegt werden. Wenn ein junger Mensch eine innovative Idee hat und ein Start-up gründen möchte, ist er heute noch aufgeschmissen. Es darf nicht sein, dass nur Reiche mit einem großen Geldbeutel die Möglichkeit zu Existenzgründungen haben. 

Eine Gründerkultur lässt sich allerdings nicht am Reißbrett planen. Deshalb fordern wir zur Stärkung vorhandener Strukturen die Entwicklung einer Innovationscluster-Strategie. Anknüpfen ließe sich an das Geesthachter Innovations- und Technologiezentrum, an dem mit der WFL und der Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg bereits wesentliche Akteure des Kreises beteiligt sind. Unter Einbeziehung des Helmholtz-Zentrum Geesthacht könnten sich Synergieeffekte im Rahmen einer ganzheitlichen Strategie nutzen lassen. Ein eigenes Förderinstrumentarium für Start-ups ist in dem Zusammenhang unerlässlich. Zu denken ist beispielsweise an zinslose Gründerdarlehen und Mikrokredite bis hin zu Venture-Capital.

 

ZURÜCK ZUM ANFANG

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HAY FÜR DIE JUSOS: Es hört sich alles positiv an. Warum sollten die Leute aber gerade dich wählen?

FROMM: Der Wert der hanseatischen Bescheidenheit hat etwas für sich, weshalb ich mich lieber einmal möglichst sachlich vorstellen möchte: Als Kandidat für die Kommunalwahl am 06. Mai 2018 werbe ich um das Vertrauen der Schwarzenbekerinnen und Schwarzenbeker, mich für Ihre Interessen stark machen zu dürfen. Mit meinem Alter von 22 Jahren und gleichzeitig einem halben Jahrzehnt politischem Engagement ist es mir ein Anliegen, innovative Ideen mit gewachsener politischer Erfahrung zu verbinden. Dass ich seit 20 Jahren in dieser Stadt lebe, hier die wesentlichen Bildungseinrichtungen besucht habe und Schwarzenbek entsprechend wie meine Westentasche kenne, sorgt dabei sicherlich für die nötige Erdung in der Stadt.

Derzeit studiere ich Rechtswissenschaft an der Universität Hamburg mit den Schwerpunkten Handels- und Gesellschaftsrecht sowie Sozialrecht mit arbeitsrechtlichen Bezügen. Dies spiegelt sich auch in meinem politischen Engagement wider, wo ich mich in Schwarzenbek als stellv. Vorsitzender im Sozial- und Kulturausschuss und als stellv. Mitglied im Finanzausschuss einbringen konnte.

Neben dem Studium und politischen Engagement kann ich u.a. bei der Betätigung im Sportverein neue Kraft tanken. Mit meiner langjährigen Vereinsmitgliedschaft geht das Wissen einher, dass gerade das unterschiedliche ehrenamtliche Engagement den Kitt unserer Gesellschaft ausmacht. Dies gilt es, zu stärken.

Am Anfang habe ich über die Bedeutung der Politik für das Leben der Menschen gesprochen. Pathetisch zusammengefasst: Ich möchte meinen Teil dazu beitragen, damit Fortschritte für eben diese Menschen in unserer Region erzielt werden. Am 06. Mai 2018 haben sie dann die Möglichkeit, an die Urnen zu gehen und die Voraussetzungen dafür zu schaffen. Über Unterstützung bei diesem Unterfangen freue ich mich und bin für Fragen oder Anregungen immer dankbar. 

 

HINWEIS: Weitere Informationen zu inhaltlichen Forderungen erhalten Sie hier. Alternativ können Sie sich gerne auch persönlich bei uns melden. Wir freuen uns.