Lauenburger Kreistagskandidaten spenden an HAKI e.V.

HAKI e.V.
Lucas Siemers, Stefan Heidebrecht für HAKI e.V. und Immo Braune (v.l.n.r.)

Blu­ten für die Gleich­stel­lung: Das haben die Juso-Kreis­tags­kan­di­da­ten Cal­vin Fromm, Lucas Sie­mers und Mat­this Hack getan. Da ihr Mit-Kan­di­dat Immo Brau­ne sein Blut auf­grund der Richt­li­ni­en der Bun­des­ärz­te­kam­mer in Bezug auf homo- und bise­xu­el­le Män­ner nicht spen­den durf­te, ergrei­fen die­se jetzt die Initia­ti­ve und spen­den 100 Euro an die HAKI e.V. in Schles­wig-Hol­stein. „Es ist in allen Alters­stu­fen noch viel Auf­klä­rungs­ar­beit zu leis­ten. Es ist nicht nach­voll­zieh­bar, dass Män­ner, die mit Män­nern Sex haben, auf eine Stu­fe mit diver­sen Krank­hei­ten gestellt wer­den. Des­halb spen­den wir das Geld, damit Bil­dungs- und Anti­dis­kri­mi­nie­rungs­ar­beit schon in der Schu­le geleis­tet wer­den kann – und nicht erst durch Aktio­nen wie der unse­ren“, erklärt Immo Brau­ne die Moti­va­ti­on der Spen­de.

Die HAKI e.V. ist ein Raum für les­bi­sche, schwu­le, bi*, trans*, inter* und quee­re Men­schen in Schles­wig-Hol­stein mit Sitz in Kiel. Seit 1974, also über 40 Jah­ren, set­zen sich hier vie­le Men­schen in ihrer Frei­zeit für mehr Viel­falt in der Gesell­schaft und im öffent­li­chen Raum ein. Mit über 20 Arbeits­grup­pen für Jung und Alt in Lübeck, Husum und Kiel ist sie der größ­te LSBTIQ*-Verein im Land. Neben einem weit­rei­chen­den ehren­amt­li­chen Bera­tungs­an­ge­bot bie­tet unter ande­rem das SCHLAU-Team Work­shops zur Auf­klä­rung über geschlecht­li­che und sexu­el­le Viel­falt in Schu­len und Jugend­ein­rich­tun­gen an. Dabei errei­chen sie jähr­lich meh­re­re tau­send Schü­le­rin­nen und Schü­ler im gan­zen Nor­den.

„Beson­ders die Arbeit der HAKI mit Jugend­li­chen fin­den wir klas­se. Jun­ge Men­schen brau­chen Vor­bil­der und die Gewiss­heit, dass sie nicht allei­ne sind und Hil­fe bekom­men. Aber auch die all­ge­mei­ne Auf­klä­rungs­ar­beit ist wich­tig: Die Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter in den Blut­spen­de­diens­ten machen nur ihre Arbeit und sind nicht für die Dis­kri­mi­nie­rung ver­ant­wort­lich. Gesell­schaft­li­che Akteu­re wie die HAKI tre­ten des­halb stell­ver­tre­tend an die Ver­ant­wort­li­chen her­an und wer­ben um den Abbau sol­cher Dis­kri­mi­nie­run­gen“, so Lucas Sie­mers, SPD-Vor­sit­zen­der in Wen­torf.

Ste­fan Hei­de­brecht, Vor­stands­mit­glied der HAKI, erklärt abschlie­ßend: „Wir dan­ken den Lau­en­bur­ger Jusos für ihre Spen­de. Nach der ‚Ehe für Alle‘ ist noch lan­ge nicht Schluss, denn zur gesamt­ge­sell­schaft­li­chen Akzep­tanz von les­bi­schen, schwu­len, bi*, trans*, inter* und quee­ren Men­schen ist es noch ein lan­ger Weg. Das wird in den unter­schied­lichs­ten All­tags­si­tua­tio­nen immer wie­der deut­lich. Gera­de in Zei­ten von Homo­hass durch die AfD und den soge­nann­ten ‚Besorg­ten Eltern‘ gilt es, ein star­kes Zei­chen für Akzep­tanz und Viel­falt zu set­zen!“

Calvin Fromm

Stu­dent der Rechts­wis­sen­schaft, Juso-Kreis­vor­sit­zen­der, stellv. Vor­sit­zen­der des Sozi­al- und Kul­tur­aus­schus­ses sowie stellv. Mit­glied im Finanz­aus­schuss der Stadt Schwar­zen­bek, stell­ver­tre­ten­des Mit­glied im Jugend­hil­fe­aus­schuss des Krei­ses Her­zog­tum Lau­en­burg und Juso-Ver­tre­ter im SPD-Kreis­vor­stand

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